In Deutschland beziehen mehr als 600.000 Alleinerziehende Arbeitslosengeld II. Die Gründe für diesen hohen Anteil an Alleinerziehenden, die solche staatlichen Transfergelder beziehen sind ausreichend bekannt. Diese hohe Zahl an Alleinerziehenden unter den Hartz IV Empfängern könnte jedoch drastisch gesenkt werden, wenn es genügend Krippenplätze, Tagesmütter und andere bezahlbare Möglichkeiten der Kinderbetreuung geben würde. In Kommunen, in denen entsprechende Kinderbetreuungsmöglichkeiten vorhanden sind, fehlt es wiederum häufig an einer guten Vernetzung und Koordination der verschiedenen Dienstleistungen. Deshalb entstehen deutschlandweit immer mehr Agenturen für Familien-Dienstleistungen. Seit vergangenem Oktober gibt es im bayrischen Schweinfurt die „Agentur für Dienstleistungen Egal, für welche Lebensetappe“, kurz ADELE genannt.
ADELE versteht sich selbst als eine Serviceagentur, die haushaltsnahe und familienfreundliche Dienstleistungen unterstützt, unter Einbeziehung des bei anderen Institutionen bereits vorhandenen Angebotes. ADELE richtet sich sowohl an Unternehmen und Institutionen als auch an Alleinerziehende, Familien, Singles, Senioren und behinderte Menschen.
Auf Anregung und mit Unterstützung, der Arbeitsagentur Schweinfurt wurde das Projekt zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ins Leben gerufen. In dieser Dienstleistungsagentur der AWO können sich beispielsweise Tagesmütter und Senioren melden, die Kinderbetreuung anbieten können, was Alleinerziehenden die Rückkehr ins Berufsleben ermöglichen würde.
[...] für Familien-Dienstleistungen. So gibt es beispielsweise im bayrischen Schweinfurt die „Agentur für Dienstleistungen Egal, für welche Lebensetappe“, kurz ADELE [...]
Pingback von Schweinfurt unterstützt Alleinerziehende bei der Rückkehr in den Beruf « Alleinerziehend — 23. Juni 2008 @ 12:08
Ein großes Problem ist die fehlende Beratung von Sachbearbeiter der ARGE.Die meisten Alleinerziehende Frauen wissen nicht was tun wenn das Kind Krank ist und zuhause bleiben muß,also nicht in den Kindergarten kann.
Alleinerziehende fehlen am Arbeitsplatz und nehmen unbezahlten Urlaub die Krankenkasse zahlt die Fehltage.Aber für Arbeitgeber heist es Personal Ausfall klar haben Frauen es mit Kinder schwerer in Arbeit zu kommen.
Die vielen Absagen bei Arbeitgeber mach mutlos.
Das Arbeitsamt möchte nicht fördern und gibt zur Antwort “Sie sind Quereinsteiger” das fördern wir nicht.
Zu Wünschen bleibt mehr Aufklärung,mehr Zusammenarbeit von ARGE mit Alleinerziehende sprich mehr Förderung.Vieleicht sollte sogar per Gesetz Firmen gezwungen werden mindestens 5%-10% Alleinerziehende zu beschäftigen.
In USA gibt es so ähnliche Gesetze.
Kommentar von Voten — 13. Juli 2008 @ 12:49
Hallo,
alles trifft zu, nur wie komme ich wieder in eine geregeltes Arbeitsverhältnis? Ich weiß einfach nicht mehr weiter, da auch “Arbeitsamt” noch zusätzlich Druck macht. Ich bin gelernte Bäckereifachverkäuferin, habe aus gesundheitlichen Gründen noch eine Umschulung zur Bürokauffrau mit Abschluss gemacht, aber Arbeit habe ich keine! Nur eine Menge Absagen. Flexsibilität steht an erster Stelle warum es nicht klappt, ich muss mich an die KIGA Öffnungszeiten halten. Kosten für hohe Fahrkosten oder Betreuungskosten werden für selbstverständlich gehalten , nur wovon will keiner wissen. Bedürfnisse meiner Kinder oder eigene interessiert niemanden. Ein Hoch auf die Gleichberechtigung/Gleichstellung in Deutschland, ein so Familienfreundliches Land. Haha
Bin für jeden Tipp/Hilfe dankbar.
LG
Ulrike Johann-Hexamer
Kommentar von Ulrike Johann-Hexamer — 2. Februar 2009 @ 20:37
hallo, ich habe zwillinge von 5 jahren. ich habe vollzeit wieder angefangen zu arbeiten als meine twins noch nicht ganz 3 jahre alt waren. nun ist es so, dass ich alleinerziehend bin seit 1 1/2 jahren. mal abgesehen von allen anderen belastungen würde mich einmal interessieren wie es denn mit den rechten für mich als arbeitnehmer aussieht. wenn die kids krank sind, klar, dann bin ich zuhause und bekomme mein geld über die krankenkasse. was ist aber wenn meine kinder zur logopädin oder ergotherapie müssen und ich nur in meiner arbeitszeit termine bekomme. inwieweit muss der arbeitgeber dies bewilligen. oder wenn die kids z. b. zur u9-untersuchung müssen und termine nur innerhalb meiner arbeitszeit stattfinden können. klar nehme ich, soweit ich kann, meine überstunden die ich mir mit samstagsarbeit hart erarbeite aber jedesmal muss ich um alles/alle termine kämpfen und das auch noch mit schlechtem gewissen den anderen arbeitskolleginnen gegenüber. kann mir da mal jemand was zu sagen? lieben gruß brigitte
Kommentar von nadja23204 — 22. März 2009 @ 20:07